

StatStrip Xpress Lactate
Das StatStrip Xpress Lactate ist ein kompaktes Point-of-Care-Laktatmessgerät für schnelle klinische Entscheidungen in Notfall-, Intensiv- und präklinischen Bereichen. Es liefert Laktatwerte aus nur 0,6 µL Vollblut innerhalb von 13 Sekunden und eignet sich besonders für Einrichtungen ohne Netzwerkanschluss. Die einfache Handhabung, hohe Mobilität und laborähnliche Messgenauigkeit unterstützen eine zuverlässige Sepsis- und Perfusionsdiagnostik direkt am Patientenbett.
Das Gerät arbeitet mit elektrochemischer Sensortechnologie und misst Blutlaktat im Bereich von 0,3 bis 20 mmol/l aus kapillären, venösen oder arteriellen Proben. Die Teststreifen sind interferenzfrei gegenüber Hämatokrit, Ascorbinsäure, Acetaminophen, Harnsäure und Bilirubin. Das Xpress-Modell besitzt einen Speicher für 400 Tests, eine große 30-mm-Digitalanzeige und eine automatische Probenerkennung. Die austauschbare 3,7-V-Li-Polymer-Batterie ermöglicht mindestens 600 Messungen pro Ladung. Das Gerät wiegt nur 75 g und arbeitet in einem breiten Temperatur- und Feuchtigkeitsbereich.
- Notaufnahmen zur schnellen Erkennung von Sepsis oder Schockzuständen
- Intensivstationen für kurzfristige Verlaufskontrollen ohne Blutgasgerät
- Rettungsdienst und präklinische Versorgung zur Triage und Risikoeinschätzung
- Operationsbereiche für intraoperative Laktatmessungen
- Arztpraxen, MVZ und kleinere Kliniken ohne Laborinfrastruktur
- Mobile Pflege- und Notfallteams, die ein besonders leichtes und robustes System benötigen
Klinische Anwendungsfälle
- Sofortige Laktatbestimmung bei instabilen Patienten zur Einschätzung des Sepsisrisikos
- Monitoring bei Wiederbelebungsmaßnahmen und Schocktherapien
- Verlaufsbewertung bei septischem Schock zur Überprüfung der Therapieeffektivität
- Laktatkontrollen bei Verdacht auf Hypoperfusion, z. B. bei Trauma oder starkem Blutverlust
- Schnelle Entscheidungshilfe bei metabolischen Entgleisungen oder akuten Kreislaufstörungen
- Präklinische Laktatmessung zur priorisierten Versorgung im Rettungsdienst
- 13-Sekunden-Testdauer für unmittelbare Therapieentscheidungen
- Sehr geringe Probenmenge von 0,6 µL – ideal bei Kindern, Schockpatienten oder begrenztem Blutvolumen
- Keine komplexe Probenvorbereitung wie bei Blutgasanalysatoren
- Einfache Bedienung für Pflegekräfte, Notfallteams und mobile Dienste
- Hohe Mobilität aufgrund von 75 g Gewicht und kompaktem Format
- Zuverlässige Messung ohne Interferenzen relevanter Substanzen
- Breiter Betriebsbereich für flexible Nutzung in Klinik, Rettungsdienst und Außeneinsatz
- Automatische Proben- und Testzählung für eine saubere Dokumentation
Professionelle Laktatmessgeräte unterscheiden sich vor allem im Parameterspektrum. Einige Systeme bestimmen zusätzlich Glukose oder blutbildende Werte wie Hb und Hkt. Andere Geräte richten sich stärker an Sportanwendungen und fokussieren auf wenige Werte. Das StatStrip Xpress Lactate konzentriert sich ausschließlich auf die zuverlässige Bestimmung von Laktat. Genau das unterscheidet es von Systemen mit mehreren Parametern, die dafür oft komplexer in Bedienung und Qualitätssicherung sind. Das klare Messprofil ermöglicht einen besonders schnellen und mobilen Einsatz in Situationen, in denen Laktatwerte im Mittelpunkt stehen.
Parameterübersicht
Es ist möglich, dass bestimmte berechnete Parameter nicht angegeben sind.
Testübersicht (1)
Lactate
Lactate
Studien & Produktdokumente
KI-Zusammenfassung
Die vorliegenden Anwendungsstudien zeigen, dass das StatStrip Xpress Lactate ein wertvolles Instrument zur Risikoeinschätzung in verschiedenen klinischen Szenarien darstellt, sofern es zielgerichtet eingesetzt wird. Im präklinischen Rettungsdienst korrelieren erhöhte Laktatwerte bei fast allen akuten Patienten – mit Ausnahme neurologischer Diagnosen – direkt mit einem verschlechterten klinischen Outcome. Während der routinemäßige Einsatz in der allgemeinen Notfallmedizin nur einen begrenzten zusätzlichen Vorhersagewert bietet, erweist sich die Messung in spezifischen Patientensubgruppen als klinisch vorteilhaft, sofern die Werte die bestehenden klinischen Parameter ergänzen. Ein weiteres zentrales Einsatzgebiet ist die Geburtshilfe: Hier dient das Gerät zur Bestimmung des Nabelschnurlaktats unmittelbar nach der Entbindung. Ein Messwert von größer gleich 5,5 mmol/L prädiziert zuverlässig drohende neonatale Komplikationen. In ressourcenarmen Umgebungen ermöglicht dieser Point-of-Care-Test (POC) eine frühzeitige intensivmedizinische Intervention, indem er den klassischen Apgar-Score objektiv ergänzt. Zusammenfassend unterstützt das handliche Messsystem medizinisches Personal dabei, kritische Zustände schneller zu objektivieren, erfordert jedoch eine differenzierte Indikationsstellung je nach Fachbereich.
"This study found evidence of correlations between elevated lactate levels and poor outcomes in all acute prehospital patients except patients receiving diagnoses within the nervous system. Implementing prehospital lactate measurements is useful if knowledge of the patient's lactate levels adds to existing parameters in the prehospital setting."
"Umbilical cord lactate point-of-care (POC) estimate of ≥5.5 mmol/L predicts adverse neonatal outcomes. This test may be used to trigger early interventions and intensified neonatal care complementing the clinical Apgar score assessment in settings like Uganda."
"Prehospital POC lactate assessment provided limited additional predictive value in a general adult EMS population. However, it may be beneficial in specific patient subgroups, emphasizing the need for its judicious use in prehospital settings."
KI-Zusammenfassung
Die vorliegenden Vergleichsstudien zeigen, dass das StatStrip Xpress (SSX) Lactate ein zuverlässiges Point-of-Care-System für die klinische Anwendung ist, wobei spezifische gerätespezifische Charakteristika beachtet werden müssen. Im Vergleich zum Referenzgerät ABL 800 korrelierten die SSX-Werte exzellent, fielen jedoch konsistent niedriger aus. Besonders in der Geburtshilfe ist dies klinisch relevant: Ein mit dem StatStrip Lactate 2 gemessener Wert von größer als oder gleich 7,0 mmol/L entspricht dem etablierten Interventions-Cut-off von größer als oder gleich 5,2 mmol/L des ursprünglichen StatStrip-Modells. Die Studien bescheinigen dem Gerät eine gute Reproduzierbarkeit sowohl bei Nabelschnur- als auch bei Skalp-Blutproben. Um die Präzision im kritischen Entscheidungsbereich zwischen 6,0 und 8,0 mmol/L weiter zu optimieren, wird die Mittelwertbildung aus zwei Messungen sowie eine sorgfältige Probenahmetechnik zur Minimierung präanalytischer Fehler empfohlen. Insgesamt erweist sich das SSX als attraktives System zur Laktatbestimmung bei Erwachsenen, Kindern und in der fetalen Überwachung, sofern die methodenspezifischen Grenzwerte korrekt in den klinischen Alltag integriert werden.
"A fetal blood lactate concentration greater than or equal to 7.0 mmol/L measured by [StatStrip® Lactate 2] corresponds to the established intervention cutoff lactate value greater than or equal to 5.2 mmol/L measured by [StatStrip® Lactate]. Precision was acceptable but may be improved by using the mean of two measurements, particularly when the first result falls between 6.0 and 8.0 mmol/L. We also recommend ensuring the correct sampling techniques to minimize preanalytical variation."
"SSX-lactate values were constantly lower but correlated excellent to the reference method. The reproducibility was good for cord and scalp blood. We suggest SSX as an attractive device for measurement of fetal lactate."
"This approach seems useful for the identification of points at which the performance of a POC meter [StatStrip Xpress Lactate Meter] differs significantly from a comparison method [ABL 800] and thresholds of poor analytical performance."
KI-Zusammenfassung
Die vorliegenden Laborevaluierungen zeigen, dass das StatStrip Xpress® (SSX) eine hohe diagnostische Genauigkeit und Verlässlichkeit im Vergleich zu etablierten Labormethoden und Referenzgeräten wie dem ABL90 aufweist. In verschiedenen klinischen Settings – von der Prähospitalphase über die Geburtsmedizin bis hin zur Traumaversorgung – wurde eine gute Korrelation zwischen den Point-of-Care-Messwerten des SSX und den Laborwerten festgestellt. So erwies sich das Gerät im prähospitalen Einsatz als technisch robust mit einer minimalen Fehlerrate.Studien zur fetalen Blutgasanalyse schlagen einen Cut-off-Wert von größer gleich 5,2 mmol/l als optimale Balance zwischen Sensitivität und Interventionsrate vor. Während bei septischen Patienten die Übertragbarkeit der Werte zwischen POCT und Zentrallabor bestätigt wurde, zeigt sich beim SSX tendenziell ein systematischer negativer Bias. Zudem weisen Daten darauf hin, dass venöse Proben eine präzisere Alternative zu kapillären Messungen darstellen, um die arteriellen Laktatwerte abzubilden. Insgesamt wird das StatStrip Xpress als klinisch wertvolles Werkzeug eingestuft, das eine zuverlässige Schweregradbeurteilung und Triage ermöglicht.
"We consider an FBS lactate cutoff of ≥5.2 mmol/L a good balance between high sensitivity for adverse neonatal outcomes and an acceptable number of needed interventions."
"The level of agreement of POC lactate with the laboratory lactate was high. Research on clinical decision rules for pre-hospital transfusion that incorporate POC lactate measures is therefore feasible."
"There is a good correlation between the lactates obtained by the reference device and the two portable devices Lactate Scout and StatStrip Xpress."
"Our study showed a good correlation between arterial blood lactate levels measured on a handheld device, the StatStrip Xpress, compared to our reference device, ABL90, in the prehospital setting. Our study found the SSX sufficiently sturdy for use in the prehospital setting as the device only produced an error in two out of 334 blood samples analysed. The SSX’s measurements demonstrated a systematically negative bias. Based on our results, we further suggest venous blood samples as a good alternative to arterial samples due to low bias and risk of misclassification. We consider the capillary blood samples as inferior to venous blood samples when attempting to estimate the true arterial lactate levels in our study setting."
"Whatever the methodology used, lactate values obtained are comparable and transferable between POCT and central laboratory analysers meaning that POCT could be a valuable tool in the MICU to evaluate the severity of septic patients and to better manage their hospital triage."








